Was bei Überlastung im Körper passiert
Um längerfristige Belastungen bewältigen zu können, passt der Körper seinen Stoffwechsel an.
Dazu wird unter anderem vermehrt Cortisol ausgeschüttet. Cortisol hat zwar einen schlechten Ruf, aber es erfüllt bei länger anhaltendem Stress wichtige Aufgaben:
- Es stellt zusätzliche Energie bereit.
- Es erhöht die Konzentrationsfähigkeit.
- Es lenkt die Energiereserven gezielt in Herz-Kreislauf und Muskeln und weg von Verdauung oder Immunabwehr.
Für einige Tage ist das kein Problem und sogar äußerst hilfreich. Problematisch wird es, wenn dieser Zustand über Wochen oder Monate bestehen bleibt. Im Büroalltags kommt ein weiteres Problem dazu, nämlich, dass die zusätzlich bereitgestellte Energie nicht körperlich verbraucht wird und so das Abschalten zusätzlich erschwert. Es reicht also oft gar nicht aus, einfach am Abend eine passive Pause auf der Couch einzulegen, wenn im Blut so viel Energie kreist, dass der Körper gar nicht abschalten kann.
Dadurch entstehen mit der Zeit typische Folgen chronischer Überlastung:
- Konzentrationsprobleme
- Gereiztheit
- häufigere Infekte
- Schlafprobleme
- erhöhter Blutdruck
- zunehmende Erschöpfung
Besonders tückisch ist dabei, dass viele Menschen diese Veränderungen zunächst gar nicht mit Stress in Verbindung bringen. Sie versuchen stattdessen, das Problem durch noch mehr Einsatz zu lösen.